40 Jahre Tschernobyl: Erinnern heißt Verantwortung übernehmen
Am 26. April 2026 jährt sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum 40. Mal. Vier Jahrzehnte sind vergangen – und doch ist Tschernobyl für viele Menschen in Belarus keine abgeschlossene Geschichte. Die Folgen der radioaktiven Belastung wirken bis heute nach, besonders für Kinder, Familien und Dorfgemeinschaften in den betroffenen Regionen.
Aus diesem Anlass fand am 25. April in Frankfurt (Oder) eine Erinnerungsveranstaltung statt, organisiert von SODI – Solidaritätsdienst International. Anwesend war auch eine Delegation aus Belarus vom unabhängigen Strahleninstitut BELRAD, mit der seit 2006 eine erfolgreiche und vertrauensvolle Zusammenarbeit besteht. Die Begegnung machte deutlich: Erinnerung ist mehr als Rückblick. Sie ist eine Form gelebter Solidarität.
Belarus wurde von der Katastrophe besonders schwer getroffen. Nach Angaben von SODI gingen bis zu 70 Prozent des radioaktiven Niederschlags über belarussischem Gebiet nieder. SODI engagiert sich seit vielen Jahren gemeinsam mit Partnern wie dem unabhängigen Strahleninstitut BELRAD für strahlengeschädigte Kinder und ihre Familien – durch Strahlenmonitoring, Aufklärung, Gesundheitsberatung und Erholungsaufenthalte. Ziel ist es, die Lebenssituation von Kindern in den atomar belasteten Gebieten nachhaltig zu verbessern.
Die Veranstaltung in Frankfurt (Oder) war daher nicht nur ein Gedenken an die Opfer der Katastrophe. Sie war zugleich ein Zeichen gegen das Vergessen und ein Bekenntnis zu internationaler Verantwortung. Gerade in einer Zeit, in der viele Krisen die öffentliche Aufmerksamkeit überlagern, bleibt es wichtig, die langfristigen Folgen technologischer, politischer und humanitärer Katastrophen sichtbar zu halten.
Die hier gezeigten Panoramaaufnahmen dokumentieren einen Moment des gemeinsamen Erinnerns. Sie sollen einen Eindruck von der Atmosphäre der Veranstaltung vermitteln – von der Würde des Gedenkens, von der Verbundenheit mit den Menschen in Belarus und von der Bedeutung einer Zusammenarbeit, die über viele Jahre gewachsen ist.
Tschernobyl mahnt uns bis heute: Sicherheit, Transparenz, wissenschaftliche Aufklärung und internationale Solidarität sind keine abstrakten Begriffe. Sie entscheiden über das Leben konkreter Menschen. Deshalb bleibt das Erinnern notwendig – nicht als Ritual, sondern als Auftrag.
Zum 40. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl fand am 25. April 2026 in Frankfurt (Oder) eine Erinnerungsveranstaltung von SODI – Solidaritätsdienst International statt. Die Panoramaaufnahmen halten diesen Moment des gemeinsamen Gedenkens fest. Im Mittelpunkt standen die Erinnerung an die Opfer, die Solidarität mit den bis heute betroffenen Menschen in Belarus und die langjährige Zusammenarbeit mit belarussischen Partnern.


